Ein unvergesslicher Tag beim ESAF 2025: Musik, Gemeinschaft, Emotionen
Gemäss den offiziellen Informationen des OK sollten wir uns um 13:00 Uhr bei Netstal Maschinen in Mollis besammeln. Da wir ein Verkehrschaos epischen Ausmasses ins Glarnerland erwarteten, startete unsere Abreise vom Dorftreff Eschenbach bereits um 11:00 Uhr (reguläre Fahrzeit via Kaltbrunn: ca. 35 Minuten). Alle Musikantinnen und Musikanten sowie unser Car waren pünktlich – nichts stand mehr im Weg, rechtzeitig am ESAF zu sein, selbst wenn wir noch im Stau hätten stehen müssen.
Doch es kam ganz anders: Viel schneller als gedacht erreichten wir das Ziel – die Strassen waren wie leergefegt. Die nun üppig vorhandene Zeit nutzten einige Musikanten, um entgegen aller guten Vorsätze, den Durst mit einem Bier zu löschen 😄. Unser Festwirtschaftsteam organisierte zudem Sandwiches, die uns für den Umzug stärken sollten.
Um Punkt 14:00 Uhr startete der Umzug. Gemäss offiziellem Plan waren wir um 14:24 Uhr an der Reihe. Und tatsächlich – fast auf die Minute genau begaben wir uns auf die Route. Rund 2,5 km Strecke lagen vor uns. Angeführt wurden wir von der Tabourengruppe drumtasticks🥁. Das Tempo – und damit auch die Schrittlänge – war deutlich gemächlicher als in unseren Proben. Das gab uns aber die Gelegenheit, den aussergewöhnlichen Umzug richtig zu geniessen. Noch nie konnten wir vor so vielen Menschen auf so langer Strecke unser Können zeigen (okay, die eine oder andere krumme Linie war schon dabei – aber wir hatten ja genug Zeit, sie bis zum Ende wieder geradezubiegen 😉).
Der Wetterbericht hatte leicht regnerisches Wetter angekündigt. Alle Holzbläserinnen und Holzbläser montierten vorsorglich den Regenschutz über ihre Instrumente. Die Plastikpellerinen lagen griffbereit in der Uniform, falls aus leichtem Regen plötzlich Starkregen werden sollte. Doch auch diese Prognose erwies sich als falsch: Es war warm – sehr warm! Die Sonne schien, und wir kamen verschwitzt, aber aber ohne Regen ins Ziel. Petrus scheint ein Fan unserer Musikgesellschaft zu sein. Denn kaum waren die Instrumente sicher im trockenen Car verstaut, fielen die ersten Tropfen. Danke, Petrus! 😇
Ab diesem Moment änderte sich die Laune des Wettergottes allerdings schlagartig. Es goss in Strömen – ohne Pause. Einige Musikanten suchten Zuflucht im nächstbesten Festzelt des Südwestschweizer Schwingerverbands(natürlich half auch der Durst, möglichst schnell in das nächste Festzelt zu kommen 🍺). Andere verspürten mehr Hunger als Durst und marschierten tapfer durch den Regen zu den Essensständen beim Stadion – leider ein gutes Stück vom Car-Parkplatz entfernt.
Das Festgelände war beeindruckend: Der riesige Max, die gigantische Arena, der Gabentempel – alles wollte besichtigt werden. So machten sich immer wieder kleine Gruppen vom ersten Festzelt auf Erkundungstour. Irgendwann mussten wir einsehen: Der Regen hört heute wohl nicht mehr auf (Spoiler: tat er auch nicht). Die logische Folge: Unsere Uniformjacken wurden schwerer und schwerer. Aber – und das muss gesagt sein – nur das Gewicht war ein Problem. Unsere Uniformen sind offenbar fast wasserdicht! 💪
Und so genossen wir das Fest – draussen im Regen und drinnen in den Zelten. Spannenderweise zog es am Ende fast alle Musikantinnen und Musikanten der Helvetia ins Praggelzelt, ohne dass wir uns dort verabredet haben. Tanzend auf den Festbänken, singend, lachend und mit nassen Schuhen neigte sich der erlebnisreiche Tag langsam dem Ende entgegen.
Um 22:00 Uhr war Treffpunkt beim Car – ein schöner Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird ist definitiv zu Ende.
Und falls auch du noch ein wenig ESAF Erlebnisse sehen möchtest, dann besuche unsere Gallerie😄.